{"id":43,"date":"2014-09-01T07:51:15","date_gmt":"2014-09-01T07:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/accesspressthemes.com\/accesspress-parallax-pro-demo\/?p=43"},"modified":"2017-08-24T15:33:53","modified_gmt":"2017-08-24T13:33:53","slug":"asymmetrisch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.phhesse.de\/wordpress\/2014\/09\/01\/asymmetrisch\/","title":{"rendered":"Magisterarbeit: Asymmetrisch Kriege in Algerien und Afghanistan"},"content":{"rendered":"<p>Einleitung<\/p>\n<p>Leider muss man davon ausgehen, dass Krieg weiterhin ein Mittel staatlicher Politik sein wird. Allerdings werden sich in zuk\u00fcnftigen Kriegen immer seltener zwei Staaten gegen\u00fcber stehen, da sich demokratische Staaten untereinander nicht bekriegen, aber auch alle \u00fcbrigen Staaten bald derart in ein internationales Netzwerk eingebunden sein werden, dass jeder Krieg f\u00fcr sie mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringt.<br \/>\nAnders stellt sich die Situation f\u00fcr substaatliche Akteure, denen die Anerkennung als politischer Akteur verwehrt bleibt, weil so ihren Forderungen die Legitimit\u00e4t entzogen werden soll. Wenn man einen solchen substaatlichen Akteur erst gar nicht als Verhandlungspartner anerkennt, dann braucht man mit ihm auch nicht \u00fcber Inhalte zu verhandeln. Die Kolonialm\u00e4chte k\u00fcmmerten sich nicht um die Interessen der Ureinwohner fremder Kontinente, weil diese unzivilisiert und wild seien. Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen werden von Staaten immer wieder abgewiesen, indem man ihre Identit\u00e4t einfach der nationalen Identit\u00e4t unterordnet. Wenn aber ein politischer Akteur seine Interessen unbedingt durchsetzten will, dann bleibt ihm als letztes Mittel nur der bewaffnete Kampf. Das Interesse der meisten staatlichen Akteure liegt im 21. Jhd. darin, Krieg zu vermeiden, da die Nachteile durch einen Krieg gegen\u00fcber den Vorteilen \u00fcberwiegen.<br \/>\nSubstaatliche Akteure k\u00f6nnen aber in einer Situation sein, in der die Vorteile eines Krieges f\u00fcr sie \u00fcberwiegen. Sie streben die Kontrolle \u00fcber ein Gebiet an mit dem Ziel einen Staat unter ihre Kontrolle zu bringen oder einen neuen Staat zu bilden, d.h. sie streben die Gleichrangigkeit mit staatlichen Akteuren an. Grundlage ihrer Forderungen ist das Recht auf Selbstbestimmung und damit verbunden die Ablehnung einer fremden Autorit\u00e4t.<br \/>\nDiese Kriege sind \u201eeine zunehmende Gefahr und verursachen die gr\u00f6\u00dften Opfer und Verw\u00fcstungen\u201c. Ich nenne sie asymmetrische Kriege. Aber so wie Kriege zwischen Demokratien undenkbar sind und Kriege zwischen Staaten immer unwahrscheinlicher werden, k\u00f6nnte es nicht auch bald m\u00f6glich werden, dass asymmetrische Kriege der Vergangenheit angeh\u00f6ren? Ich m\u00f6chte mit meiner Arbeit dazu beitragen, indem ich den Ausgang von asymmetrischen Kriegen untersuche. K\u00f6nnte man z.B. schl\u00fcssig darlegen, dass staatliche Akteure in bestimmten Situationen einen asymmetrischen Krieg nicht gewinnen k\u00f6nnen, w\u00e4ren sie vielleicht eher bereit, sich auf den sub-staatlichen Akteur als Verhandlungspartner einzulassen und den Krieg so zu vermeiden. Vielleicht gibt es aber auch bestimmte Muster, die es einem staatlichen Akteur erlauben einen asymmetrischen Krieg schnell f\u00fcr sich zu entscheiden und somit Kosten zu sparen, aber vor allem Menschenleben zu schonen.<br \/>\nIch bin sicherlich nicht in der Lage, die L\u00f6sung f\u00fcr diese Probleme im Rahmen dieser Magisterarbeit selbst zu erarbeiten. Daher werde ich mich darauf beschr\u00e4nken, bestehende Erkl\u00e4rungsmodelle gegeneinander zu testen und hoffe dadurch neue Erkenntnisse zu gewinnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.phhesse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Philipp-Hesse-Asymmetrische-Kriege-in-Algerien-und-Afghanistan.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.phhesse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Philipp-Hesse-Asymmetrische-Kriege-in-Algerien-und-Afghanistan.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung Leider muss man davon ausgehen, dass Krieg weiterhin ein Mittel staatlicher Politik sein wird. 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